

Biolandbau in Baden-Württemberg: Quo vadis?
- Die Grüne Position
Mit Stand Ende 2010 sind drei wesentliche politische
Aktivitäten im Agrarbereich zu nennen:
- EU-Kommissar Ciolos stellt Pläne zur Zukunft der EU-Landwirtschaft
(Agrarreform 2013) vor
- CDU/FDP im Bund unterhöhlen das Bundesprogramm Ökolandbau
- CDU/FDP in BaWü setzen zugesagte Erhöhung der Förderung des
Ökolandbaus aus und streichen darüber hinaus die Förderung beim
Neueinstieg in den Bio-Landbau für die nächsten drei Jahre.
> PDF (Grüne Position pro BIO-Landbau | 2010)
Wir fordern eine "100 % gentechnikfreie Zone Baden-Württemberg!"
Die Grünen in Baden-Württemberg wollen, dass ganz Baden-Württemberg bald zu
einer großen
"gentechnikfreien Zone" erklärt wird. Landwirte und Verbraucher lehnen
die Agro-Gentechnik mehrheitlich ab – und das ist auch gut so!
Monsanto und Co. wollen den europäischen Agrarmarkt erobern -- wir wollen, dass dieser Markt auch zukünftig „sauber“ bleibt. Denn wir sehen die Gefahr, dass wir Verhältnisse wie in USA und Kanada bekommen, wo Genpflanzen großflächig angebaut werden und wo sich inzwischen zeigt, dass eine Koexistenz beider Anbauformen in der Praxis nicht funktioniert.
Schlimmer noch: sowohl der GVO-freie konventionelle Anbau als auch der Biolandbau sind in diesen Regionen nicht mehr möglich, weil die Pflanzen auskreuzen und Monsanto solche Fälle sogar dreist als Patentverletzungen mit Schadensersatzverfahren juristisch verfolgt.
„Wir wollen keine Agro-Gentechnik: nicht im Land, nicht im Bund, nicht in der EU!“
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Agro-Gentechnik weiter auf dem Vormarsch?
Bei
der Agro-Gentechnik herrscht
nur scheinbar Ruhe. Hinter den
Kulissen wird fleißig weiter
an der
Verbreitung gentechnisch
veränderter
Pflanzen gearbeitet.Viel Geld und
Macht sind
die
Triebfedern für eine Agrarpolitik,
die sich gegen Mensch
und Umwelt stellt.
> News
01 | Gentechnik 2010
> News 02 | Gentechnik
2010
> News 03 | Gentechnik
2010
> Drs.
14/5941 "100 % gentechnikfrei | Maßnahmen der Landesregierung"
> PM: „Saatgut
muss 100% gentechnikfrei bleiben!"
> PM: Landesregierung scheitert mit Änderungsantrag im Bundesrat:
"Aufweichung der Nulltoleranz bei Saatgut wurde abgelehnt!"
Die
Agro-Gentechnik-Lobby versuche gerade europaweit die Hintertüren für die
Gentechnik aufzudrücken, indem sie sich auf allen politischen Ebenen für die
Einführung von Schwellenwerten für Futtermittel und Saatgut stark macht.
„Durch die Einführung von Schwellenwerten wird die Möglichkeit für eine
gentechnikfreie Landwirtschaft untergraben und das Anliegen der Bevölkerung,
die mehrheitlich Gentechnik in der Landwirtschaft ablehnt, würde klar
missachtet. Die Pflicht aller Beteiligter, Saatgut und ebenso die Rohstoffe
für Futtermittel auch in Zukunft 100% frei von GVO-Verschmutzungen zu
halten, darf auf keinen Fall leichtfertig den Interessen der
Agro-Gentechnik-Industrie geopfert werden“, bekräftigt Bernd Murschel.
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Stichwort:
Einführung eines Schwellenwertes für GVO in
Import-Futtermitteln (EU)
> Pressemitteilung von Martin Häusling (MdEP EFSA/Grüne) zum
Beschluss
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In christlicher Zuversicht
| Zukunftsperspektive für
die Landwirtschaft
Aktuelles Positionspapier (2010) des Evangelischen Bauernwerks
in Württemberg
zur zukünftigen EU-Landwirtschaftspolitik:
Der gesamtgesellschaftliche Wert unserer Landwirtschaft ist
auch künftig gesellschaftlich ausreichend zu sichern. Aus diesem Grund gilt
unsere Hoffnung, dass die Reform der europäischen gemeinsamen Agrarpolitik
...
- junge Landwirte motiviert, die verantwortungsvolle Aufgabe der
Hofübernahme auf sich zu nehmen, um eine flächendeckende Landbewirtschaftung
in einer ausreichenden Zahl von Betrieben zu gewährleisten.
- heute praktizierenden Landwirten Mut für die Zukunft gibt und ihnen ein
neues Selbstbewusstsein in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung
ermöglicht.
- der Gesellschaft die vielfältigen Aufgaben und den Stellenwert der
Landwirtschaft deutlich macht, und die Politik durch entsprechende
Rahmenbedingungen zu einer neuen Solidarität zwischen Landwirtschaft und
Gesellschaft beiträgt.
> PDF ("Agrarpolitik solidarisch gestalten" / Evangelisches Bauernwerk 2010)
"Markdorfer Erklärung" zur Neuverteilung der
EU-Agrarfördermittel
Die europäische Landwirtschaft steht vor einem bedeutenden Umbruch.
Aktueller Anlass ist die längerfristige Neugestaltung der Gemeinsamen
Agrarpolitik (GAP) nach dem Jahr 2013 und die neue EU-Finanzperiode. Noch im
laufenden Jahr 2010 werden hierfür die Weichen gestellt. Der neue EU-
Grundlagenvertrag oder Lissabonner Vertrag zwischen den 27 Mitgliedstaaten
der Europäischen Union stärkt die Mitspracherechte der EU- Abgeordneten.
Die Unterzeichner der Markdorfer Erklärung treten ein für die Erhaltung
der Umwelt und die Umsetzung einer zukunftsfähigen und umweltverträglichen
Landwirtschaftspolitik in Europa.
>
PDF (Markdorfer Erklärung - BUND 2010)
Grünes Positionspapier: „Milchproduktion“
Nach dem Milchstreik und dem Milchgipfel im letzten Jahr sind bundesweit die Abnahme- und Handelspreise für Milch und Milchprodukte wieder gesunken. Viele Milchbauern im Südwesten produzieren bei Abnahmepreisen von unter 30 Cent bereits wieder am oder unter dem Limit. Die Zahl der Milchviehbetriebe geht in Baden-Württemberg kontinuierlich zurück.
Die Grünen fordern nachhaltige Maßnahmen zum Erhalt der bäuerlichen Betriebe gerade in den bergigen Regionen mit Grünlandwirtschaft. Fördermittel sind vorhanden, sie müssen aber auch dort wirken, wo sie sollen. Falls im Land, im Bund und auf EU-Ebene bei der Milchpolitik jetzt nicht wirksam umgesteuert wird, sind die idyllischen Bilder von Milchkühen auf blühenden Bergweiden schon bald nur noch Erinnerung …
> PDF
Grünes Positionspapier: „Der Ländliche Raum – Regionen mit Zukunft!“
Grüne Politik gibt den ländlich geprägten Regionen im Land neue Perspektiven: die konsequente Anwendung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe erschließt neue Wertschöpfungspotenziale für Handwerk und Landwirtschaft vor Ort. Grüne Naturschutzpolitik trägt durch nachhaltige Nutzungskonzepte zum Erhalt der Biodiversität bei und sichert die Attraktivität dieser Landschaften als attraktiven Erholungs- und Lebensraum für den sanften Tourismus.
Eine sichere Zukunft für die Landwirtschaft im Land sehen wir in der konsequenten Weiterentwicklung der grünen Agrarwende durch eine gentechnikfreie, regionale, ökologische und qualitativ hochwertige Produktion, welche die Erschließung neuer Marktanteile und die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze in der und für die Region ermöglicht.
>
PDF
Agrarförderung nach Qualität und nicht
mit der Gießkanne ...
Die Agrar-Förderprogramme des Landes müssen regelmäßig auf den Prüfstand, zum „Health-Check“. Für die Landwirtschaft im Südwesten wäre die einseitige Förderung von Großbetrieben mit weiterer Rationalisierung und Intensivierung in der Produktion der falsche Weg.
Die Förderrichtlinien der Landesprogramme müssen schärfer darauf ausgerichtet werden, dass gezielt die kleineren Betriebe in benachteiligten Regionen unterstützt werden, insbesondere Grünland-, Streuobst-, Steillagenweinbauprogramme sowie Programme zur Vermarktung regionaler Produkte und zur Erhaltung der Kulturlandschaft werden mittelfristig gebraucht. Grundsätzlich sollte die Landesregierung die Vergabe von Landes-, Bundes- und EU-Fördermitteln wieder mehr an der Qualität der Bewirtschaftung und nicht mehr an der Größe der bewirtschafteten Flächen orientieren!
> Rede im Plenum / 19.03.09
|
> www.agrar-fischerei-zahlungen.de
Biomasse - Chancen, Potenziale, Risiken
Die Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung hat Vor- und Nachteile. Für den Klimaschutz sind die Vorteile bei der Erzeugung von Strom, Wärme oder Bio-Kraftstoffen und bei der stofflichen Verwertung außer Frage. Durch den Flächenbedarf konkurrieren Energiepflanzen jedoch mit Ackerflächen für die Nahrungsmittelerzeugung und ein Intensivanbau (wie aktuell beim Mais) kann negative Auswirkungen auf Umwelt und Natur haben. Zudem werden internationalen Aspekte, z.B. im Zusammenhang mit der Abholzung tropischer Regenwälder für Plantagen mit Ölpalmen intensiv diskutiert.
> Vortrag
zum Thema Biomasse [PDF]-Download
>
Positionspapier Bioenergie
[PDF]-Download

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